Digital Memory of Palmyra. An Artistic Approach.

Forschungsprojekt

Für einen internationalen Forschungsaufenthalt an der Winchester School of Art, University of Southampton (GB) initiierte Christine Schranz ein Forschungsprojekt mit dem Titel The Digital Memory of Palmyra. An Artistic Approach. Mittels dem Medium Kartografie erforschte sie zerstörte Kulturgüter im Nahen Osten, insbesondere in Syrien. Das Forschungsvorhaben bewegt sich im Spannungsfeld eines institutionalisierten Erinnerungsgedächtnisses (top down) sowie einem entstehenden digital kulturellen Gedächtnis (bottom up). Dabei werden Fragen aufgeworfen, inwieweit bisherige top down Strategien die einzig legitime Form zur Rekonstruktion und Erinnerung von Kultur(gütern) sind bzw. ob sich im Zeitalter eines digitalen Gedächtnisses auch bottom up Strategien bewähren und inwiefern sich diese von den herkömmlichen Strategien unterscheiden.  

The Ambassadors 1533, Hans Holbein the Younger (The National Gallery, London) Navigation and measuring devices for mapping the new world.

Mit der Zunahme an georeferenzierten Daten und Medien (seit Web 2.0) stellen Karten einen neuen Wissenszugang und Wissensproduktion dar. Mapping als künstlerische Forschung bzw. mediales Verfahren gehören aktuell zu den wichtigsten Strategien, um anstehende komplexe gesellschaftliche Prozesse und Erkenntnisse aufzuzeigen, zu verhandeln und zu dokumentieren. Das Forschungsvorhaben soll die Frage beantworten, ob und wie Kartographie, Kartierungsstrategien und neue Technologien zum Erhalt von zerstörtem Kulturerbe beitragen können. 

Förderinstitution:

Projektleitung:

Laufzeit:

  • 10.2017—12.2017