«Cultural Spaces and Design – Perspektiven der Designausbildung»

Das Projekt ist im Bereich der angewandten interkulturellen Designforschung angesiedelt. In der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und VertreterInnen der Designpraxis sollen beispielhaft Ausbildungsinhalte entwickelt, erprobt, evaluiert und in die Designausbildung integriert werden. Zu diesem Zweck werden Werkzeuge und Methoden der Auseinandersetzung mit verschiedenen Designkulturen entwickelt und in Ausbildungsmodule übersetzt. Damit versteht sich das Projekt als ein Beitrag zur innovativen Weiterentwicklung des Ausbildungs- und Designstandorts Schweiz.

Navin Rawanchaikul, Where is Navin?, Bangkok, 2008, Photo Navin Production

Kimsooja, Bottari-Truck Migrateurs "Je Reviendrai", Performance in Paris, 2007, Photo Thierry Depagne

Interkulturalität im Design wirft als Begriff und Konzept Fragen auf, die weitestgehend noch nicht systematisch beantwortet wurden. Ebenso sind Versuche, die Erscheinungsformen und Folgen der Globalisierung im und für Design zu beschreiben erst in Ansätzen vorhanden. Die bereits 1989 vom Internationalen Forum für Gestaltung Ulm durchgeführte Tagung "Kulturelle Identität und Design" markiert eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema, die bis heute in der Designforschung nicht wieder aufgenommen wurde. 


Aktivitäten im Bereich interkultureller Designforschung sind an Schweizer Designhochschulen in der Lehre teilweise vorhanden, bleiben jedoch vereinzelt und werden nicht in ihrer Bedeutung für die Designausbildung insgesamt abstrahiert oder verhandelt und auch nicht innerhalb der Curricula mit entsprechenden Formaten oder Modulen verankert. Im internationalen Kontext existieren beispielhafte Lehrveranstaltungen, selbstreflexive Design- Forschungsarbeiten im Themenfeld sowie Überlegungen zur Supervision selbstreflexiver Arbeiten, die jedoch in der Zusammenschau mit weiteren exemplarischen Arbeiten zu betrachten und in ein differenzierteres Verständnis angewandter interkultureller Designforschung einzubetten sind.