Standard T

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2019

The T-shirt as mapping tool

#StudioIntegrativeDesign #Master-Thesis

Im «Standard T» vereinen sich wissenschaftliche Erkenntnisse, spekulatives Design und ästhetische Erfahrung. Dabei dient das T-Shirt sowohl als Recherche-Werkzeug, als auch strategisches Vehikel um die komplexen Zusammenhängen der Fast Fashion Industrie sicht-, spür- und bedingt tragbar zu machen. Die im Rahmen einer globalen Recherche gesammelten Daten stellen den Rohstoff für die Entwicklung einer kritischen Kartografie des Modesystems.

Eine immer gleiche Anfrage zur Produktion eines T-Shirts mit Lieferort Basel wurde weltweit gestellt. Ziel war es durch die Anfrage möglichst viele verwertbare Daten zu gewinnen. Um dies im zeitlichen Rahmen der Master-Thesis und mit möglichst repräsentativen Ergebnissen zu erreichen, war es nötig den Prozess klar zu definieren und zu strukturieren. Begonnen bei der Auslegung des Garment Specification Sheets über die Recherche zu gängigen Praktiken der Industrie, hin zur umfangreichen Suche nach möglichen Produktionsstätten; in der Folge mit der Formulierung des Briefings für die Produzenten, welches stets einheitlich formuliert war und die weitere Kommunikation immer mit dem Ziel des Erhalts eines klar definierten Datensets mit klar definierten Kategorien fortgeführt wurde.

Nach dem Erreichen der angestrebte Datenmenge, wurde eine Methode für ein "mittelndes" Regelwerk definiert. Die Anwendung des Regelwerks auf das T-Shirt, als Ausgangspunkt einerseits sowie Visualisierungsmedium andererseits, wurde mithilfe einer 3D-Bekleidungssoftware durchgeführt.

Time-lapse. Das «Standard T» wurde mit der Software CLO3D virtual fashion generiert

Bei der Erhebung der Daten wurden nicht nur quantitative Werte zu Kommunikation, Produktion und sozio-ökonomischen Situationen in den Produktionsstandorten ermittelt. Auch die Firmennamen, die Firmenlogos, die Namen der Ansprechpartner, E-Mail-Adresse, Telefonnnummer und Website sowie die Werte der jeweiligen geografischen Lage wurden erfasst.

Die erhobenen geografischen Daten konnten mathematisch gemittelt werden um den Standort des spekulativen produzierenden Unternehmens festzustellen. Zur Ermittlung des entsprechenden Firmennamens, der Kontaktdaten und der Corporate Identity wurden die Datensätze mit den frei zugänglichen Werkzeugen Künstlicher Intelligenz wie Talktotransformer, Thispersondoesnotexist, Sloganizer, Looka u.a. verarbeitet.

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Mentorat:

Armin Blasbichler

, Studio Integrative Design

Claudia Ebert-Hesse

, AMD Akademie Mode & Design