Sozialer Akzent

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2019

#StudioIntegrativeDesign #Master-Thesis

Nachdem Catalina Agudin als Studentin in Argentinien mit Ureinwohnern gearbeitet hat, gründete sie eine eigene Schuhmarke, um den handgemachten Stoff der Wichi-Frauen zu verwenden.

In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich mit theoretischen Konzepten wie Social-Design und Participatory-Design. Auf der Suche nach konkreten Beispielen interviewte sie Personen von mehr als zehn verschiedenen Projekten. Zudem entwickelte sie eine neue Kollektion, die andere Möglichkeiten des Materials auslotet und ein persönliches Statement aufzeigt.

Der Grund für ihre Arbeit an diesem Projekt liegt in den Erfahrungen, die sie in Argentinien gemacht hat. Die Ungleichheit, die an manchen Orten herrscht, ist nicht etwas, was in den Nachrichten gelesen wird, es ist etwas, was persönlich gesehen, gefühlt und gelebt wird. Diese Erfahrungen hinterließen den Willen etwas zu bewirken, um dazu beizutragen, dass andere Menschen in dieser Welt ein besseres Leben führen können. Dieses Thema in ihr Arbeitsfeld bringen - entwerfen, darüber diskutieren und gemeinsam über mögliche Wege nachdenken und Lösungen - ist ihre zugrundeliegende Motivation.

Die Wichis sind eine Ureinwohnergemeinschaft, die im "Monte Chaco-Salteño" (ein Waldgebiet im Nordwesten Argentiniens, Paraguay und Bolivien) lebt. Sie waren von alters her Nomaden, heutzutage sind sie in ihrem Territorium sesshaft. Trotzdem behalten sie einen Teil ihrer traditionellen Techniken bei, zum Beispiel dass de Frauen, mit "Chaguar" arbeiten, den Garn selbers herstellen, mit verschiedenen Techniken weben und mit natürlichen vorkommenden Elementen färben.

Ihre Absicht in dieser Masterarbeit war es, die Theorie des "Social Design" mit ihrer Arbeit als Designerin aus verschiedenen Perspektiven zu verknüpfen, somit die Theorie des "Social Design", der "Social Innovation" und des "Participatory Design" zu reflektieren und verschiedene Projekte in diesem Bereich zu bewerten. Diese verglich sie miteinander und zu wichtigen Aspekten der Theorie; dann in weiterer Folge mit ihrem eigenen Designprojekt. Als Ergebnis fasst sie die wichtigste Erkenntnis zusammen: "Ich habe einen Weg gefunden, meine Praxis durch Forschungsmethoden zu verbessern und zielgerichtet zu handeln."

Mentorat:

Ralf Michel

, Studio Integrative Design

Catherine Meuter

, Designerin