Remaining Equipment

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2017

Textilindustrie und Nachhaltigkeit

#StudioIntegrativeDesign #Master-Thesis

Der Konsum von Produkten beeinflusst immer stärker den Zustand der Umwelt und damit die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, in denen wir leben. Hungersnöte, Kriege, Völkerwanderungen und Destabilisierungen von Staaten sind die Folgen. Im Gebrauch und der Herstellung von Produkten liegt ein beachtliches Potenzial zur Verringerung der Umweltbelastung. Design kann sich hierbei eine verantwortungsvolle Position zu eigen machen, da jede gestalterische Entscheidung den Verbrauch von Ressourcen zur Folge hat.

Die Reduktion des Ressourcenverbrauchs bezieht sich auf die industrielle Produktion, aber auch auf den Lebensstil der Menschen. Es gibt Konzepte und Indikatoren, die Designerinnen Instrumentarien liefern, um Produkte ressourcenschonend und somit umweltfreundlich zu konzipieren. Das MIPS- Konzept - «Material Input Pro Serviceeinheit» - ist ein Tool hierfür und misst die Umwelt-Belastungsintensität auf Produktebene unter Berücksichtigung von Herstellung, Gebrauch, Entsorgung und gegebenenfalls Recycling.

Eine Konsequenz kann also sein: Die Designer nutzen holistische Ansätze, um ihre Produkte zu konzipieren. Das beginnt mit der Wahl eines Stoffes oder Materials, das unter dem Aspekt minimierten Ressourcenverbrauchs gewählt wird. Weiter müssen innovative neue Lösungen immer unter den Aspekten des ökologischen Fussabdrucks, den das Produkt während der Produktion, des Gebrauchs und der Entsorgung bzw. des Recyclings hinterlässt, entwickelt werden.

«Remaining Equipment» erarbeitet eine Vorgehensweise, die es ermöglicht, während des Produktentwicklungsprozesses entstehende Leftover-Materialien effizient zu nutzen und in intelligente Designs zu übersetzen. Das Pilotprojekt läuft in Kooperation mit der schwedischen Outdoor Brand Houdini Sportswear und der Schweizer Agentur Development Never Stops.

Mentorat:

Ralf Michel

, Studio Integrative Design

Marcel Geser

, CEO Development Never Stops, Zürich