Opus Acht

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2015

Achtung jetzt gehts los

#StudioIntegrativeDesign #Master-Thesis

Auf welche Weise lassen sich Intuition, Emotion und Erlebtes durch die Arbeit mit Händen in die Materialität und Form eines Objektes transformieren und wie treten diese zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Betrachter in Dialog?

In einem emergenten Entwurfsprozess erarbeitet Sarah Bodner durch verschiedenste Herstellungstechniken und Materialkombinationen einzigartige Möbelobjekte mit offen gehaltener Nutzung. Dabei geht sie der Frage nach, ob über die Nutzbarmachung von Intuition und die erlebte Unmittelbarkeit im Prozess der Herstellung vergleichbare Wahrnehmungen auch beim Betrachter, bzw. Nutzer ausgelöst werden können.

Kann durch die gezielte Lenkung auf die Materialität eines Objektes beim Betrachter eine andere, neue Beziehung zum selben hervorgerufen werden? Können Objekte kommunizieren und über ihre Materialität Gefühlszustände vermitteln? Um dies zu erforschen, hat sich die Autorin einen eigenen Arbeitsprozess zurecht gelegt.

Dem Arbeitsprozess unterliegt ein Vorgehen, das unfassbar und scheinbar Irrationale der Intuition methodisch zu machen. Entscheidungen müssen schnell fallen, die Geschwindigkeit der Schritte ist zu jedem Zeitpunkt abhängig von innerer Befindlichkeit und äußerer Konditionierung. Nach jedem Schritt folgt direkt der nächste, ohne Pause, in einem Atemzug. Dabei geht es nicht nur um die Arbeit mit dem Material direkt am Objekt, sondern auch um das unmittelbare Feedback der eigenen Wahrnehmung. Aus diesem Situationsgefühl fallen gestalterische Entscheidungen aus einem permanenten Zustand des Anfangs.

Der Titel «Opus Acht» bezieht sich auf die entstanden acht Werke: sieben Objekte und das dazugehörende Buch.

Mentorat:

Prof. Heinz Wagner

, Institut Integrative Gestaltung

Prof. Dr. Jörg Wiesel

, Institut Integrative Gestaltung