Kleid

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2014

Kollektion der augenblicklichen Existenz

von Hannah Reuhl und Katia Rudnicki

#StudioIntegrativeDesign #Master-Thesis

Ein Kleid ist eine Hülle, eine Architektur und der Stoff, der unseren Körper umgibt. Gedanken, Erinnerungen, Gefühle, Haltungen, Gesten, Posen und Momente kleiden den Körper.
 Die «Kollektion der augenblicklichen Existenz» ist die Idee einer Untersuchung der menschlichen Grenze innerhalb seiner Umwelt.

Die Faszination für das Thema Kleid und seine bildliche Inszenierung begründet sich im Bestreben, eine alternative Antwort zu finden auf die Frage: «Was ist ein Kleid?». Über einen philosophischen und künstlerischen Ansatz wird das Kleid in einen diskursiven Kontext gebracht. Ausgangspunkt der Arbeit sind Fotografien, sowie fotografischen Collagen, die Katia Rudnicki und Hannah Reuhl in einer offenen Dokumentation erarbeiten.

Die Kollektion entsteht als ein Gefüge von Entscheidungen, die sich in die Bewegung des Menschen einbindet und seine momentane Position in der Umgebung darstellt.
 Die Inszenierung ist durch Fotografie und Film dokumentiert, ausgearbeitet und gibt ihr einen Raum, der im Augenblick des Bildes festgehalten ist. Damit werden Bild und Raum in Dialog zueinander gestellt.

Kleid - aufgeworfen, im Fallen zur Skulptur erstarrt, von der Anziehung des Bodens beschleunigt, festgehalten im Augenblick des Niederstürzens, gebremst an den Grenzen des Körpers, zur Silhouette geformt.

Im Kurzfilm «Kollektion der augenblicklichen Existenz» werden die Grenzen zu Abstrakten. Körper, Kleidung und Raum vermischen sich und stellen das Ausmass der jeweiligen Grenze in Frage. Der Mensch lässt sich durchschauen, versteckt sich und kämpft.

Als Architektinnen suchen die Autorinnen nach Grenzen, die uns umgeben. Wir bewegen uns in einer Umgebung, entdecken Räume und Körper, entdecken Grenzen und Freiheiten. Im Ausloten von Dimensionen ist das Experiment die Reise nach unseren materiellen und immateriellen Grenzen. Das Kleid nimmt Formen an, weitet sich, engt ein, verdreht sich. Körperlichkeit, Kleidung und Architektur sind das Grundgerüst des Kleides. Innerhalb dieser drei Grenzen kämpft der Mensch um seinen Rang.

Die Arbeit entstand in Kooperation mit Merlin Pohse.

Mentorat:

Prof. Dr. Bettina Köhler

, Institut Mode-Design

Prof. Dr. Jörg Wiesel

, Institut Integrative Gestaltung

Viola Diehl

, Institut Visuelle Kommuniktion