Fokus Arbeitsfläche - in Kooperation mit VITRA

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2014

Projekt der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW mit vitra und mit der Beteiligung von Herzog & de Meuron

von Masterstudio Design

#StudioIntegrativeDesign

«In unserer hoch entwickelten Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft bildet der Arbeitstisch zusammen mit dem Stuhl in verschiedensten Variationen die unmittelbare Arbeitsumgebung von rund 74% der Arbeitstätigen.» wird das Bundesamt für Statistik zur  Erwerbstätigenstatistik der Schweiz, 2013 zitiert.

Im Kontext mit dem raschen Anwachsen des Dienstleistungssektors und der Digitalisierung der Arbeitswelten haben sich auch vielfältige Formen der Ausgestaltung des persönlichen Arbeitsplatzes und der Phrasierung der Arbeit herausgebildet: Teilzeitarbeit, flexible Arbeitszeiten, vom Einzelbüro bis zu Open-Space-Bürolandschaften. Basierend auf diesen Tatsachen stellen sich viele Fragen; Wie findet Verortung und Identitätsbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen neuartigen Kontexten statt? Was bedeutet Territorialität eines Arbeitsplatzes? Welche Ansprüche können von Einzelnen geltend gemacht werden, die Teilzeit arbeiten? Welche Bedeutung hat der physische Arbeitsplatz, die Tischfläche als solches, die Materialien, Formen, Proportionen, Haptik und die formale Ausgestaltung? Was sollte eine Arbeitsfläche bzw. die unmittelbare Arbeitsumgebung von ihren Funktionen her leisten können? Sollen bestimmte Interaktionen und Momente der Kommunikation zwischen Menschen und Arbeitsfläche stattfinden können?

Mit dem Umzug auf den Campus der Künste im September 2014 hat sich die Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW mit diesen Fragen auseinandergesetzt - werden doch Direktion, Stab, Services, HR und Sekretariat, die bislang alle in Einzelbüros gearbeitet haben, ein Geschoss des Neubaus gemeinsam in einer teil-offenen Bürosituation bespielen.

Unter der Leitung von Heinz Wagner haben Katharina Berger, Sabrina Fathi, Andreas Edinger, Daniela Hauswirth, Alban Mahrer, Luca Vicente zusammen mit der Designerin Judith Seng (Recherche und Entwurf), Exponenten von vitra Jürgen Dürrbaum und Jürgen Löffler (Fachinputs, Exkursionen und Kritik) sowie Edyta Augustynowicz und Kai Strehlke (Digitale Gestaltung und Kritik) dazu Lösungsvorschläge erarbeitet.