Fashion against preconceptions

,

2018

#StudioFashionDesign #Master-Thesis

Aufgrund der zunehmenden globalen Mobilität, die aus verschiedenen Gründen wie militärischen Konflikten, wirtschaftlicher Unterentwicklung, aber auch Bildungschancen und offenen Arbeitsmärkten resultiert, ist Migration zu einem der wichtigsten Aspekte des 21. Jahrhunderts geworden.

Dies bedeutet, dass Menschen häufiger anderen Kulturen, Religionen, Sprachen begegnen und mit neuen Ideen und unterschiedlichen Lebensstilen konfrontiert werden. Migranten haben oft Schwierigkeiten, wenn sie sich in eine Gesellschaft mit anderen Normen und Werten begeben.

Die Erfahrung dieser spezifischen Situation ließ Stephanie Yoon sich fragen, ob Mode, oder vielmehr: Kleidung, denjenigen in solchen Situationen helfen kann. Kann Kleidung den Träger psychologisch vor Unsicherheit schützen und sie beruhigen oder sie so aussehen lassen, wie sie sich wohl fühlen? Und kann Mode die Gesellschaft dazu bringen, toleranter, freundlicher und mitfühlender zu sein?

"I (...) think there are certain evident components of comfort when it comes to daily clothing."
"As an asian-female immigrant in Switzerland, especially recently married to Swiss, made me experience many different prejudices and micro-aggressions (...).
Moreoever, having less control over my own life than in the time in my home country, has also put an extra insecurity on my social life. However, as time goes by, this struggle made me come to realize it has all started from my own vulnerability to not to be „worthy enough“ as a person, to belong to others and be loved by surroundings. A (...) step was to discover the power of fashion as a method of silent protest."

Als soziales Wesen sucht der Mensch von Natur aus immer nach Zugehörigkeit und Verbindung - Dies gilt universell und zeitlos. Es scheint jedoch manchmal sehr schwierig zu sein, wenn wir auf Unterschiede stoßen. Wir sind nie sicher, wie sehr die Gesellschaft unterschiedliche Kulturen toleriert und welche Reaktion dies hervorruft. Wie beeinflusst die Mode in dieser Situation die Identität der Menschen? Auf den Straßen von Basel sieht man viele Leute, die traditionelle Kleidung tragen, wie Kopftücher, afrikanische Tunika oder traditionelle indische Kleidung mit Daunenjacken. Kulturelle Kleidung ist Teil ihrer Identität und lädt die Menschen dazu ein, sie mit einer schnellen Wahrnehmung zu analysieren.

Stephanie Yoon verwendet diese Einflüsse und Merkmale, um neue Stile zu entwickeln, die sowohl dem Unterwegssein als auch dem Zugehörigkeitsgefühl eine gewisse Vertrautheit gegenüberstellen, um Selbstbewusstsein der Umgebung zu kommunizieren.


Seit 2018 hat sie ihr erfolgreiches Basler Label Nina Yuun gegründet und ihre Kollektionen werden u.a. bei Mode Suisse oder der NZ Dunedin Fashion Week präsentiert. Ihre Kollektionen werden 2019 im DACHShowroom, Paris ausgestellt.

Mentorat:

Bettina Köhler

, Studio Fashion Design

Priska Morger

, Studio Fashion Design