Das Unsichtbare konstruieren

,

2019

Ein Audio-Spaziergang durch Transiträume

#StudioScenography #Master-Thesis

Basierend auf dem Roman Die unsichtbaren Städte von Italo Calvino schafft die Theaterinszenierung eine poetische Überlagerung: die phantastischen Städte treffen auf einen konträren Raum in Basel. Der Parcours führt die Besucher mit den Gedankenkonstrukten Calvinos durch ein Spannungsfeld zwischen Imagination & Realität, Wünschen & Ängsten. Ein Spiel in und mit Zwischenräumen, aktuellen Themen & Herausforderungen des urbanen Raumes. Der Rezipient macht sich durch Partizipation die Stadt zu eigen, hinterfragt, phantasiert und erfährt Perspektivenwechsel.

Die Zukunft der Städte als global vernetzte Orte der Vielfalt, Solidarität und Offenheit ist vielversprechend. Die Städte sind kooperativ, interaktiv und transaktional, konfrontieren uns aber auch mit globalen Herausforderungen wie Diversität, Migration, Nachhaltigkeit und (sozialer) Mobilität.

Migration, digitale Medien und globale Märkte versetzen verschieden lebende und denkende Menschen in neue Nachbarschaften. Diese Situation birgt viel Konfliktpotential, aber auch viel Grundlage für Neues, Gutes und Wachstum. Der Einfluss digitaler Medien ist derzeit omnipräsent, die Digitalisierung setzt in unserem Lebensraum neue und vor allem schnelllebige Maßstäbe: Ein Alltag, der den modernen Menschen immer mehr von seiner Umgebung und damit von der Möglichkeit des Erlebens entfremdet. Das führt zu folgender Fragestellung:

»Wie lassen sich urbane Welten durch Theaterinszenierungen fassen, begreifbar machen und weiterdenken? Welche Rolle spielt das Individuum dabei an der Schnittstelle von Stadt und Partizipation?«

In Ihrer Analyse werden verschiedene Wege dargestellt, wie sich der Rezipient durch eine Theaterinszenierung alleine oder in einer Gruppe teilweise sehr intensiv mit seinem Umfeld beschäftigt und dieses mit dramaturgisch entwickelten Inhalten überlagert wird. Die Zusammenführung und Ausformulierung der Erkenntnisse bildet eine solide Grundlage zur Erarbeitung eines szenografischen Konzeptes für eine Theaterinszenierung im urbanen Raum. Entstanden ist eine Agenda mit Hilfsmitteln, wie urbane Welten durch eine Theaterinszenierung fass- und greifbar gemacht werden können und ein Weiterdenken der Rezipienten angeregt wird. Dabei wurde auch die Rolle des Individuums an der Schnittstelle von Stadt und Partizipation theoretisch analysiert und anhand der Projektanalysen überprüft.

Mentorat:

Andreas Wenger, Heike Dürscheid, Martina Ehleiter, Ruth Scheel

, Studio Scenography & Exhibition Design