Basler Totengeleit

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2014

von Ali Rahman Khan, Arne Molter, Corsin Zarn, Francesca Sanna

#StudioIntegrativeDesign

In Zusammenarbeit mit dem Verein «Basler Totengeleit» und unter der Leitung von Armin Blasbichler zeichnen eine Gruppe von Studierenden des Masterstudio Design verantwortlich für die Gestaltung einer neuen Form des Totengeleits für die Stadt Basel. 

Der Verein «Basler Totengeleit», politisch-konfessionell neutral und unabhängig, wurde von einem Personenkreis gegründet, welcher aus eigenen Erfahrungen und aus fester Überzeugung mittelfristig eine tragende und individuelle Alternative zur heutigen Form des Leichentransports gestalten und sichern will. 

Konzept

Bis anhin erfolgt der Transport einer verstorbenen Person ausnahmslos per Automobil, anonymisiert und funktional. Diese Form widerspricht der Biographie und gelebten Mobilität vieler Menschen, respektive deren Hinterbliebenen in der Stadt. Daher soll eine neue Form des Transports der verstorbenen Menschen für Basel konzipiert werden. Eine Form des letzten Weges, die das Thema Tod in der Öffentlichkeit sichtbar macht und das dieses in der Gesellschaft würdevoll vertritt.

In Basel hat das Thema Tod eine Eigengewichtung. Seit Jahrhunderten steht der «Basler Totentanz» für eine eigene Sicht auf das Thema Tod. Bis heute ist er Inspiration und Herausforderung für namenhafte Künstler. Mit der Einführung des «Basler Staatssargs» 1935 hebt sich die Stadt Basel von der Sterbe– und Totenkultur im internationalen Maße ab. Um dem Rechnung zu tragen und die genannten Ziele zu erreichen beabsichtigt der Verein die Schaffung einer eigenen Form des Totengeleits als Kulturgut für die Stadt Basel.